Digitalisierungsvergleich: HR vs. Finance oder Schnecke vs. Hase

Unternehmen stehen im ständigen Wettbewerb und sind mehr denn je neuen Herausforderungen ausgesetzt. Auf diesen Wandel mussten die meisten einzelnen Unternehmensfunktionen reagieren. Auch und gerade die Personalabteilung steht hier in der Verantwortung. Überall ist nachzulesen, dass wichtige Fachkräfte gesucht werden und eine Vielzahl an bestehenden Mitarbeitern ausgetauscht werden muss. Tenor: „Neue“ Mitarbeiter, die die „Neuen“ Herausforderungen meistern.

So weit, so gut. Wo aber wurde hier frühzeitig darauf hingearbeitet? Wo und wie wurde punktuell auf die justierte „Unternehmensstrategie“ tatsächlich reagiert, HR-Prozesse angepasst und Arbeit 4.0 umgesetzt?

Einer der großen Treiber in der Vergangenheit war die digitale Transformation. In Zukunft wird sie es noch viel mehr sein. Die Veränderung und das Potenzial durch die Digitalisierung haben bereits heute Funktionen wie IT, Finanzen, Marketing und Sales in den Unternehmen zu neuen Möglichkeiten, mehr Effizienz und Leistungen verholfen.

Manche Unternehmensfunktionen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr eindrucksvoll gewandelt und digitalisiert.

Vom trockenen Buchhalter zum Dashboard CFO

Die Finanzabteilung hat sich von der verstaubten Buchhalterabteilung zu einem dynamischen Bereich entwickelt. Seine Bedeutung hat so stark zugenommen, dass Positionen darin häufig als Vorbereitung für den CEO-Stuhl gelten. Durch Dashboards und Sekunden schnellen Zugriff auf Kennzahlen entwickelt die Finanzabteilung einen scharfen Blick auf werthaltige Prozesse, Kosten-Nutzen-Relationen und Ergebnisse. Die Digitalisierung ermöglicht ihnen, das Unternehmen wie in einem Cockpit, auf die richtige Flughöhe zu steuern. Und eben dies mit der richtig dosierten Energie und den besten Budgets.

Die HR "verzettelt" sich noch immer

Das Gegenteil vom Wandel ist die HR. HR hat sich im Vergleich weniger entwickelt, wie andere Unternehmensfunktionen. Wäre doch nachweislich durch die Digitalisierung eine enorme Effizienzsteigerung möglich. Dies habe ich mit Prof. Dr. Axel Wullenkord und Jürgen Lange in meiner Arbeit ausführlich dargestellt. (hier zum Whitepaper)

Die HR arbeitet noch immer sehr analog, bei der Mitarbeitergewinnung bis hin zu administrativen Arbeiten, wie die Lohn und Gehaltsabrechnung. Hier haben Zettel eine größere Bedeutung als technologische Lösungen. Faszinierend ist, dass sich die entsprechenden Ziele und bestehenden Probleme durch den Einsatz digitaler Tools gut umsetzen lassen und dabei sogar signifikant Kosten einsparen lassen.

Es wird Zeit, dass sich die HR stärker digitalisiert, um sich auf seine Kernaufgabe konzentriert. Menschen besser zu machen.

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