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Die Zukunft der HR

April 10, 2019

Gefühlt wird die Zukunft der Personalführung derzeit so wissenschaftlich analysiert, wie der Blick in die Glaskugel bei Madame Grisela. Ja, Maschinen werden einen Teil der heutigen menschlichen Aufgaben übernehmen. Ohne Frage wird es in der einen oder anderen Berufsgruppe dadurch deutlich schwieriger. Ist das nun aber ein Grund zur Beunruhigung? Nein. Wer kennt heute noch die Rohrpostbeamtin? Noch vor Hundert Jahren überwachten die vornehmlich weiblichen Arbeitskräfte den Rohrpostverkehr. Im Jahr 2017 ist diese Aufgabe nicht mehr ganz so wichtig. Junge Nachwuchskräfte werden neue Berufe erlernen, auch solche, die es heute noch nicht gibt.

 

Vor diesem Hintergrund lassen sich auch ohne große Fantasie einschneidende Veränderungen im Personalwesen vorstellen. Die Entgeltabrechnung beispielsweise, heute noch eine der Kernaufgabe im Personalwesen, kann ohne große Mühe voll automatisch erledigt werden: Variable Daten werden eingelesen, mit arbeitsvertraglichen Daten abgeglichen und die Gehaltsabrechnung gleichzeitig auf Plausibilität überprüft. Schließlich wird der Lohn auf das Konto des Mitarbeiters überwiesen.

 

Ein HR-Roboter kann zukünftig aber auch anspruchsvollere Planungs- und Steuerungsaufgaben übernehmen, etwa bei der Personalkostenplanung: Durch eine intelligente Verknüpfung von Marktdaten und der ebenfalls KI-unterstützten Absatz- und Produktionsplanung des Unternehmens kann Herr Roboto beispielsweise Kapazitätsdaten, Schichtpläne oder geplanten Marketingmaßnahmen mit zu erwartenden Gehaltssteigerungen abgleichen. Ebenfalls denkbar ist, dass er die in der Vergangenheit wenig zufriedenstellende Personalkostenplanung löst, getrennt nach einzelnen Lohnarten. Auch arbeitsrechtliche Fragen und Prozesse lassen sich durch Zugriff auf zahlreiche Fälle deutlich systematischer und effizienter erledigen und hinsichtlich möglicher Verpflichtungen für das Unternehmen deutlich verlässlicher klären.

 

Die Ermittlung der Höhe der Rückstellungen, eine heute häufig sehr zeitraubende und zu ungenauen Resultaten führende Tätigkeit, kann durch intelligente Maschinen schneller und präziser werden und damit enorm an Qualität gewinnen. Schließlich lässt sich auch das interne Talentmanagement auf eine neue Basis stellen, indem sorgfältig erstellte Mitarbeiterprofile gezielt mit Übereinstimmungen einer zu besetzenden Funktion abgeglichen werden. Auf diese Weise gelingt es, Mitarbeiter zu identifizieren, die bei Einsatz konventioneller Methoden aus unterschiedlichen Gründen durch das Raster gefallen wären. Die Rolle des Menschen beschränkt sich dann zunächst noch auf Kontrollen und Plausibilitätsprüfungen sowie auf den Mensch-zu-Mensch-Dialog.

 

Und es geht noch weiter: So berichtet das Managermagazin, dass Google für jeden einzelnen Nutzer ein eigenes, individuelles Google mit integriertem Sprachassistenten entwickelt.  Analog könnte in Zukunft jedem Mitarbeiter ein eigener Personalmanager zur Seite stehn, der auf jede Frage eine prompte Antwort weiß. Die Benutzeroberfläche bleibt dabei die Sprache. Ein Beispiel: „Mr. Roboto, welche Auswirkung hätte die Nutzung eines anderen Firmenfahrzeuges auf mein Brutto- und Nettogehalt?“ Auch andere Beispiele zeigen, dass Maschinen durch ihre Effizienz am Ende den Alltag erleichtern. Dass einige Berufe eventuell aussterben ist dabei gut möglich. Aber das ist ein anderes Thema

 

 

 

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